Stadtführungen und Vorträge zur Textilgeschichte

Die Baumwollproduktion in Uster

Das Bild zeigt einen Herbarbeleg der Baumwolle (Pflanze, Flocke mit Baumwollsamen). Der Beleg stammt aus einer Sammlung der Abteilung ETH Chem und wird zusammen mit pflanzlichen und synthetischen Farbstoffen ausgestellt. Die Baumwollsamen werden vor dem Transport der gepressten Baumwollflocken entfernt.

Vom Zürcher Oberland her fliesst der Aabach in den Greifensee. Entlang dieses Gewässers entstanden Mühlen und Spinnereien. Beide nutzten die Energie des fliessenden Wassers. Meistens wurde Wasser über separate Kanäle den Wasserrädern zugeführt.

Heute stehen noch viele der Baumwollspinnereien. Sie werden aber nicht mehr für die Herstellung von Baumwollgarnen genutzt. In Uster sind dies die erste Spinnerei des Heinrich Zangger (heute ein Wohnhaus), die sogenannte Obere Spinnerei (heute beherbergt sie unter anderem die japanische Schule). Gegen Oberuster steht die Spinnerei Heusser Staub (ehemals die Spinnerei des Spinnerkönigs). In Oberuster selber steht die «Müli» (heute ebenfalls ein Wohnhaus). Ausserhalb von Oberuster – am Eingang zum Aatal – befindet sich Spinnerei Trümpler. Dies ist auch der Ort des Brandes von Uster (dem einzigen Maschinensturn aus dem frühen 19. Jahrhundert). Gebrannt hatte hier die damals errichtete Weberei.